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Vorsicht bei Kündigung von Clerical Medical - Policen!

Bei einer Kündigung der Clerical Medical - Police ist Vorsicht geboten, sonst kann ein Anspruchsverlust drohen!

 

München, den 23.10.2008 (aktualisiert): Clerical Medical – Geschädigte sollten bei einer (vorzeitigen) Kündigung bzw. einem Rückkauf ihrer Lebensversicherung Vorsicht walten lassen. Unterschreibt der Geschädigte nämlich den von der Clerical Medical vorformulierten „Antrag auf vollständigen Rückkauf“, so erklärt er dem Inhalt der Urkunde zufolge auch einen vollständigen Forderungsverzicht. Weitere Ansprüche könnten auf diesem Weg ausgeschlossen sein. 

Wie bereits mehrfach berichtet, beschäftigen wir uns intensiv mit Rentenmodellen unter Beteiligung einer Police der Clerical Medical. Bei diesen Modellen handelt es sich insbesondere um die Sicherheits-Kompakt-Rente (SKR) bzw. Schnee-Rente, die System-Rente, die Individual-Rente, die LEX-Konzept Rente oder Lex-Rente, den Profit-Plan, den Lombard-Plan, die Prestige Konzept-Rente oder Prestige Rente, die Plusrente, den Europlan, SMART-IN und viele einfache Hebelmodelle. Nach unserer Überzeugung bestehen bei diesen Modellen Schadensersatzansprüche gegenüber Clerical Medical, häufig sehen wir aber auch die Möglichkeit über ein Vorgehen gegen die Banken die Situation der Betroffenen zu verbessern. 

Viele unserer Mandanten haben im Hinblick auf die stetig sinkenden Rückkaufswerte ihrer Clerical Medical - Police bereits ihre Lebensversicherung gekündigt oder haben vor, dies in Kürze zu tun. Damit wollen sie – aus unserer Sicht nachvollziehbar – im Interesse einer Schadensminimierung, das entsprechende Darlehen zumindest teilweise vorzeitig tilgen.

Wir erachten eine solche vorzeitige Kündigung für durchaus sinnvoll und begleiten unsere Mandanten bei den entsprechenden Schritten. Aus rechtlichen Erwägungen heraus ist es nach unserer Überzeugung aber besonders wichtig, grundsätzlich vor einer solchen Kündigung der Lebensversicherungspolice, Clerical Medical gegenüber den Schaden und die entsprechenden Ansprüche durch ein Anwaltsschreiben anzuzeigen und ihr zur Schadensbereinigung eine Frist zu setzen.

Gewisse Brisanz hat dieser Aspekt aber dadurch erlangt, daß bereits einem unserer kündigungswilligen Mandanten seitens der Bank nun ein vorformulierter „Antrag auf vollständigen Rückkauf“ zur Unterzeichnung vorlegt wurde, mit dem der Versicherungsnehmer durch eine in dem Rückkaufsantrag enthaltene Klausel auf alle Ansprüche gegen Clerical Medical verzichten soll. Konkret heißt es:

„Ich/wir erklären uns einverstanden, daß durch diese Zahlung sämtliche Ansprüche und Forderungen an die Clerical Medical Investment Group Limited, ihre Rechtsnachfolger und Forderungsübernehmer, in Zusammenhang mit der oben genannten Police vollständig beglichen und entlastet sind und daß die Police hiermit erloschen ist.“

Wir empfehlen unseren Mandanten daher, dieses Dokument jedenfalls nicht in dieser Form zu unterzeichnen. 

Die Clerical Medical erklärt hierzu, daß dieses Formular jedenfalls in Deutschland seit dem Jahre 2004 keine Verwendung mehr finde.   

Offensichtlich befinden sich aber noch Exemplare dieses „Antrages auf vollständigen Rückkauf“ bei den Banken im Umlauf. Um einen möglichen Anspruchsverlust zu vermeiden, empfehlen wir daher allen Betroffenen vor einer Kündigung dringend eine anwaltliche Beratung. Selbstverständlich informieren und beraten auch wir Sie gerne zu Ihrem Renten- und Hebelmodell und zu einer möglichen Kündigung bzw. einem Rückkauf der Police. Ansprechpartner sind bei uns die Rechtsanwälte Urban Schädler und Tobias Pielsticker.