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Konfrontation oder Kooperation?

Bei vielen gescheiterten Rentenmodellen kann die Zusammenarbeit mit dem Vermittler oder Initiator sinnvoller sein, als auch in diese Richtung Schadensersatzansprüche geltend zu machen.

 

München, den 17.06.2008. Von den Rechtsanwälten Wilhelm Lachmair & Kollegen werden aktuell über 200 Geschädigte diverser Rentenmodelle oder Hebelgeschäfte mit britischen Lebensversicherungen betreut.

Zu den Rentenmodellen zählen wir insbesondere die Sicherheits-Kompakt-Rente (SKR) bzw. Schnee-Rente, die System-Rente, die Individual-Rente, die LEX-Konzept Rente oder Lex-Rente, den Europlan, den Profit-Plan, die Prestige Konzept-Rente oder Prestige Rente, die Plusrente, SMART-IN und die SpaRenta-Kombi-Rente.

Für die Hebelgeschäfte ist in der Regel typisch, dass eine Versicherung der britischen Clerical Medical Investment Group Ltd. (CMI) ganz oder teilweise unter Einsatz eines Darlehens erworben wurde.

Gegenüber den Erwerbern wurde meist mit der hohen Sicherheit der Geschäfte geworben – häufig sollten sie der Altersvorsorge dienen. Darüber, dass diese vermeintliche Vorsorge heute vielfach droht, die Lebenshaltung im Alter zu gefährden, wurde von uns bereits mehrfach berichtet (Rate statt Rente). Auch auf Lösungsmöglichkeiten konnte wiederholt hingewiesen werden (Rentenmodelle).

Nach unserer Erfahrung liegt es für viele Geschädigte und auch ihre Rechtsanwälte bei der Suche nach Lösungen nahe, sich vor allem an den persönlichen Berater bzw. Vermittler zu wenden. Der ist für die Misere ja scheinbar unmittelbar verantwortlich. Auch wir sind für unsere Mandanten schon gerichtlich gegen Vermittler und Initiatoren derartiger Modelle vorgegangen – bisher mit Erfolg. So konnte beispielsweise kürzlich erreicht werden, dass ein Vermittler aufgrund der durch uns erhobenen Klage 4/5 des entstandenen Schadens übernommen und auch tatsächlich gezahlt hat. Aktuell sind gerade zwei Klagen gegen einen Initiator des Europlans, die Röbke & Partner Finanzmakler GmbH, anhängig – es dürften noch etliche folgen.

Allerdings und vor allem darauf soll hiermit hingewiesen werden, erachten wir ein Vorgehen gegen den Vermittler oder den Initiator von Rentenmodellen oder Hebelgeschäften nur im Ausnahmefall für sinnvoll. In der Regel ist die Kooperation der Konfrontation klar vorzuziehen. Wenn man sich näher mit den Besonderheiten dieser Fälle auseinandersetzt, spricht dafür eine Reihe von Gründen.

Am Anfang dürften meist vier potentielle Gegner stehen. Der Vermittler, der Initiator, die Versicherungsgesellschaft und die Bank. Schon um nun den Sachverhalt näher erfassen und gegebenenfalls auch vor Gericht belegen zu können, ist man jedoch häufig auf den Vermittler angewiesen – zumal gerade bei den betroffenen Modellen die persönliche und mündliche Beratung eine entscheidende Rolle spielte. Uns ist kein Fall bekannt, in dem sich der Sachverhalt allein aus schriftlichen Unterlagen ergeben würde.

Weiter ist zu berücksichtigen, welcher potentielle Gegner überhaupt in der Lage wäre, Schadensersatz zu leisten. Gerade angesichts der hier auf dem Spiel stehenden Summen gehen wir davon aus, dass nur die wenigsten Vermittler oder Initiatoren dauerhaft über eine entsprechende Leistungsfähigkeit verfügen. Einige haben sich ja ohnehin bereits in die Insolvenz abgemeldet, wie zum Beispiel die Lex-Vermögensverwaltung AG.

Schließlich lehrt uns die Erfahrung, dass es vor deutschen Gerichten auch dann schwer ist, Schadensersatz gegen einen Vermittler oder einen Initiator durchzusetzen, wenn Pflichtverletzungen vorliegen. Derartige Prozesse sind alles andere als ein Spaziergang. Der Anleger muss die Pflichtverletzung beweisen, was gerade bei einer überwiegend mündlichen Beratung nur in den wenigsten Fällen gelingt. Von guten Erfolgsaussichten kann daher regelmäßig nicht die Rede sein.

Angesichts alle dessen ist es daher grundsätzlich sinnvoller, bei der Aufbereitung der Sachverhalte mit dem Vermittler und dem Initiator zur kooperieren und dadurch die Erfolgsaussichten eines Vorgehens gegen die anderen potentiellen Gegner (Clerical Medical, Bank) deutlich zu erhöhen. Die Frage der Leistungsfähigkeit stellt sich bei diesen Gegnern gar nicht. Gleichzeitig sehen wir in diese Richtungen gerade auch aufgrund von Hintergrundinformationen, die wir über bereits bestehende Kooperationen erhalten haben, gute Erfolgsaussichten. Wer trotzdem planlos in alle Richtungen um sich schlägt, wird häufig riskieren, am Ende mit leeren Händen dazustehen. Aus unserer Sicht beruht es häufig auf einer unzureichenden Ermittlung und Bewertung des Sachverhalts, wenn auch oder vor allem gegen den Vermittler vorgegangen wird.

Wir empfehlen Geschädigten daher regelmäßig, sich an ihren Vermittler zu wenden und dessen Kooperationsbereitschaft in Erfahrung zu bringen. Auf diesem Weg hat sich bereits herausgestellt, dass der ganz überwiegende Teil der Vermittler nach wie vor erfreuliches Verantwortungsbewusstsein für seine Kunden besitzt und diese nach Kräften unterstützt. Eingeschränkt gilt das auch für Initiatoren. Bevor daher in diese Richtungen Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden, sollte man die Situation durch einen kompetenten Rechtsanwalt prüfen lassen. Bei uns stehen Ihnen dazu Rechtsanwalt Tobias Pielsticker und Rechtsanwalt Urban Schädler zur Verfügung. Sofern es im Einzelfall sinnvoll ist gehen wir selbstverständlich auch zukünftig für unsere Mandanten gegen Vermittler und Initiatoren vor. Auch darüber werden wir weiter berichten.

Sie haben Fragen oder sind als Geschädigter betroffen: