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Clerical Medical will Kunden zukünftig fair behandeln

Rundschreiben der Versicherung wirft Fragen auf.

München, den 01.07.2009. Schon im Herbst 2009 hatte die britische Clerical Medical mit einem Rundschreiben an ihre deutschen Kunden mehr für Verunsicherung gesorgt als aufzuklären. So geht es den Versicherten wohl auch mit einem aktuellen Rundschreiben der Clerical Medical, in dem ebenfalls über Änderung bei der Verwaltung des With-Profits Fund informiert werden soll.

In diesem With-Profits Fund verwaltet Clerical Medical auch die Gelder vieler deutscher Kunden, die insbesondere sogenannte Wealthmaster Verträge mit garantiertem Wertzuwachs abgeschlossen haben. Diese Verträge wurden vor allem für die mittlerweile berüchtigten Hebelgeschäfte, Zinsdifferensgeschäfte und Altersvorsorgemodelle auf der Grundlage von Lebensversicherungsverträgen der Clerical Medical eingesetzt.

Daher verfolgen auch viele deutsche Verbraucher die Entwicklung dieser Lebensversicherungsverträge und ihrer Verwaltung mit wachsender Sorge. Gerade angesichts dessen wirft das aktuelle Rundschreiben der Clerical Medical mehr Fragen auf als es Antworten gibt.

Zunächst erfährt man, dass Clerical Medical in Kontinentaleuropa, also vor allem in Deutschland, keine Verträge mit garantiertem Wertzuwachs mehr anbietet. Das überrascht nicht, wenn man bedenkt, wie unbefriedigend sich gerade diese Verträge bei vielen Deutschen Kunden entwickelt haben. Es dürfte daher schlicht an Argumenten für den weiteren Verkauf dieser Produkte mangeln.

Dann teilt Clerical Medical mit, dass man aufgrund des fehlenden Neugeschäfts Reserven in Form der freien Vermögenswerte auflösen und den einzelnen Lebensversicherungsverträgen zuweisen könne. Das hört sich zunächst erfreulich an, scheint es doch für eine Erhöhung der Lebensversicherungswerte zu sprechen. Konkret kündigt Clerical Medical ja auch eine Absenkung der Marktpreisanpassung an. Das würde dazu führen, dass die Abzüge bei einer vorzeitigen Auflösung der Lebensversicherungsverträge sinken. Der Kunde würde also eine höhere Auszahlung erhalten.

Gleichzeitig wird dann aber darauf hingewiesen, dass die bisherige Obergrenze der Marktpreisanpassung von 35 % aufgegeben wird. Die bisherige Begrenzung der Marktpreisanpassung auf 35 % hatte zur Folge, dass bei einer vorzeitigen Auflösung unabhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung mindestens 65 % des aktuellen Vertragswerts ausgezahlt wurden. Damit ist es jetzt offensichtlich vorbei. Theoretisch ist ab sofort auch ein wesentlich höherer Abzug möglich.

Bezeichnend ist die Begründung für diesen Schritt. Man wolle die faire Behandlung aller With-Profits Verträge gewährleisten. War also die bisherige Praxis unfair? Die Rechtsanwälte Wilhelm Lachmair & Kollegen gehen davon aus. Sie befürchten, dass Clerical Medical Versicherungsnehmern bei einer vorzeitigen Auflösung lange Jahre zuviel ausgezahlt hat und das zu Lasten der Kunden, deren Verträge fortgeführt wurden.

Zusammenfassend liegen Hoffen und Bangen bei den Kunden der Clerical Medical angesichts des neuen Rundschreibens nahe beieinander. Hoffen darauf, dass sich die Werte durch die Auflösung der Reserven erhöhen. Bangen, dass sich die Marktpreisanpassung weiter erhöht. Es bleibt abzuwareten, welche Entwicklung die stärkere werden wird: Die nach unten oder die nach oben.

Möglicherweise passiert zunächst auch gar nicht viel. Die Rechtsanwälte Wilhelm Lachmair & Kollegen könnten sich auch vorstellen, dass Clerical Medical durch die gleichzeitige Ankündigung von Wertzuwächsen und einer möglichen Erhöhung der Marktpreisanpassung die Kunden vor allem davon abhalten will, vorzeitig aus den Verträgen auszusteigen und ihr Kapital abzuziehen. Man wird sehen.

Sicher ist, dass sich jeder Kunde der Clerical Medical vor einer Kündigung über den aktuellen Wert seines Vertrages und dessen Entwicklung informieren sollte. Sonst drohen böse Überraschungen.