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Clerical Medical und die Wahrheit – Interne Unterlagen bestätigen Vorwürfe gegen die Versicherungsgesellschaft

Prüfen Schaden durch Clerical Medical

München, den 23.10.2009. Interne Unterlagen, die den Rechtsanwälten Wilhelm Lachmair & Kollegen vorliegen, zeigen, dass die Clerical Medical Investment Group Ltd. sich bisher in Deutschland vielfach mit falschen Behauptungen gegen Schadensersatzforderungen der Kunden verteidigt. Das managermagazin berichtet dazu in seiner Ausgabe vom 23.10.2009. Neben den Unterlagen, auf die dieser Bericht Bezug nimmt, liegen den Rechtsanwälten Wilhelm Lachmair & Kollegen noch zahlreiche weitere Dokumente zur Beteiligung der Clerical Medical an dem Geschäft mit kreditfinanzierten Lebensversicherungsverträgen in Deutschland vor. Es bleibt abzuwarten, wie lange die Versicherungsgesellschaft vor diesen Hintergründen ihre bisherige Verweigerungshaltung gegenüber geschädigten Anlegern in Deutschland durchhalten kann.

Die britische Versicherung Clerical Medical wird in den letzten Jahren verstärkt von Kunden auf Schadensersatz in Anspruch genommen, die für die Einzahlungen in die Versicherungsverträge Darlehen aufgenommen haben. Betroffen sind hier beispielsweise die folgenden Altersvorsorgemodelle: Die Sicherheits-Kompakt-Rente (SKR) bzw. Schnee-Rente, die System-Rente, die Individual-Rente, die LEX-Konzept Rente, der Europlan, die Novarent, der Profit-Plan, die Private Sicherheits Rente (PSR), PerformancePlus Rente, SMART-IN und Private BestAge.

Clerical Medical verteidigt sich bis heute gegen die Schadensersatzansprüche bzw. die Schadensersatzklagen vor allem auch mit den Behauptungen, man habe derartige Geschäfte nie gefördert und habe es häufig gar nicht gewusst, wenn für die Einzahlung in den Versicherungsvertrag ein Darlehen aufgenommen worden sei. Nach der Bewertung der Rechtsanwälte Wilhelm Lachmair & Kollegen konnte Clerical Medical gerade auch aufgrund dieser Selbstdarstellung in der Vergangenheit viele Gerichtsverfahren gegen Kunden gewinnen. Interne Unterlagen der Clerical Medical, auf die zum Teil auch in dem Bericht des Managermagazins eingegangen wird, zeigen nun, dass die besagten Behauptungen der Clerical Medical falsch sind.

Die Rechtsanwälte Wilhelm Lachmair & Kollegen haben einen Teil der internen Unterlagen bereits in laufende Gerichtsverfahren eingebracht. Dort steht eine Stellungnahme der Clerical Medical aber noch aus. Stellung genommen hat die Versicherungsgesellschaft gegenüber dem managermagazin. Danach wird die Authentizität des dort in Bezug genommenen Materials nicht in Frage gestellt, sondern Clerical Medical zieht sich darauf zurück, dass die Dokumente von untergeordneten Mitarbeitern stammten und keinerlei Einfluss auf die Geschäftspolitik gehabt hätten. Wer die Unterlagen kennt, weiß, dass das Gegenteil wahr ist. Gerade die vom managermagazin in Bezug genommenen Dokumente betreffen vor allem die maßgeblichen Verantwortlichen für das Geschäft der Clerical Medical in Deutschland unter Einschluss von Vorstandsmitgliedern.

Die Unterlagen belegen auch nach der Bewertung der Rechtsanwälte Wilhelm Lachmair & Kollegen, dass Clerical Medical den Vertrieb der Versicherungsverträge in Kombination mit Darlehen über Jahre gefördert hat und es regelmäßig auch wusste, wenn eine Versicherung im Hinblick auf ein solches Modell beantragt worden ist. Diese Vorgänge wurden bei Clerical Medical sorgfältig dokumentiert und gerade auch im Hinblick auf die Risiken für die Versicherungsgesellschaft ausgewertet. Den Unterlagen ist dazu nicht nur zu entnehmen, dass Clerical Medical frühzeitig von dem Risiko einer Haftung für den Vertrieb in Deutschland ausging, sondern sogar alle Vertriebsgesellschaften, über die die Verträge in Deutschland angeboten worden sind, intern als „high risk distributors“ bezeichnet wurden.

Dass sich Clerical Medical trotz der also erkannten Risiken um den Absatz darlehensfinanzierter Lebensversicherungsverträge bemühte, erklären folgende Feststellung aus einem der Dokumente. Mit „geared schemes“ sind Hebelgeschäfte gemeint, also die Aufnahme eines Darlehens für die Einzahlung in den Versicherungsvertrag:

The investment profile of geared schemes is characterised by significantly higher investments, which supports our strategic objective to increase average premiums thus increasing New Business profitability.

The current with-profits offerings of CME and CMO are ideally suited to geared arrangements and as such we can ‘premium price’ this business. Combined with the ‘higher case sizes’ achieved, geared arrangements are undoubtedly the most profitable business sold by Clerical Medical.

Die Rechtsanwälte Wilhelm Lachmair & Kollegen sehen die Chancen ihrer Mandanten, Schadensersatzansprüche gegen Clerical Medical durchzusetzen aufgrund der Informationen aus den internen Unterlagen nochmals verbessert. Gegenwärtig werden daher für mehrere Hundert Geschädigte Klagen vorbereitet und bereits laufend eingereicht. Schon zuletzt musste Clerical Medical vor deutschen Gerichten ja wiederholt Niederlagen hinnehmen. Über die Entwicklung der weiteren Gerichtsverfahren wird an dieser Stelle ebenso berichtet werden, wie über neue Erkenntnisse aus den internen Unterlagen.

All denjenigen, die durch den Erwerb eines Versicherungsvertrags der Clerical Medical auf Kreditbasis einen Schaden erlitten, kann daher nur empfohlen werden, auch ihre rechtliche Situation kompetent überprüfen zu lassen. Ansprechpartner sind hier Rechtsanwalt Tobias Pielsticker und Rechtsanwalt Urban Schädler.