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Abgeltungssteuer bedroht steuerliches Konzept – neuer Ärger für die Geschädigten von Rentenmodellen

Ab 2009 können die Finanzierungsbelastungen bei den meisten Rentenmodellen nicht mehr steuerlich geltend gemacht werden.


München, 19.02.2008; Sogenannte Rentenmodelle, die unter den Bezeichnungen Sicherheits-Kompakt-Rente (SKR) bzw. Schnee Rente, System-Rente, Individual-Rente, LEX-Konzept Rente, oder Lex RenteEuroplan, Novarent, Profit-Plan und SpaRenta Kombi-Rente angebotenen worden sind, nutzen auch steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten. Wir berichteten aber bereits, dass die Finanzämter die Konzepte vermehrt in Frage stellen (siehe Doppelt gestraft). Nun droht jedoch Ärger auf breiter Front. Mit der Einführung der Abgeltungssteuer dürfte es ab 2009 regelmäßig nicht mehr möglich sein, den Finanzierungsaufwand steuerlich geltend zu machen. Für die betroffenen Anleger erhöht sich damit der Schaden aus diesen Modellen.

 

Die besagten Rentenmodelle setzen sich alle aus mindestens zwei Elementen zusammen: Einer Lebensversicherung oder Rentenversicherung und einem Kredit, mit dem die Einzahlung in die Versicherung meist zu 100 % finanziert wurde. Die Lebensversicherungen bzw. Rentenversicherungen stammten überwiegend von der britischen Clerical Medical Investment Group (CMI) und der Generali. Niedrige Darlehenszinsen bei gleichzeitig hoher Rendite aus den Versicherungen sollten zu einem komfortablen Gesamtüberschuss führen. Man spricht hier daher auch von einem Zinsdifferenzgeschäft.

 

So jedenfalls die Theorie – denn in der Praxis haben sich diese Modelle in den uns bisher bekannten Fällen bislang kaum bewährt. Den Anlegern drohen dort vielmehr schmerzliche Verluste. Diese könnten sich ab 2009 nach der gegenwärtigen Gesetzeslage noch erheblich vergrößern. Die Rentenmodelle basieren nämlich regelmäßig auch darauf, dass die Zinsen für die aufgenommenen Darlehen steuermindernd geltend gemacht werden können. Im Zusammenhang mit der Einführung der sogenannten Abgeltungssteuer ab dem 01.01.2009 ist das aber regelmäßig nicht mehr möglich. Die pauschale Besteuerung von Erträgen aus Kapitalanlagen geht damit einher, dass der Finanzierungsaufwand für Kapitalanlagen nicht mehr geltend gemacht werden kann. Ein Bestandsschutz ist bisher nicht vorgesehen. Damit sind auch Altfälle betroffen.

 

Rentenmodelle á la Sicherheits-Kompakt-Rente (SKR) bzw. Schnee-Rente, System-Rente, Individual-Rente, LEX-Konzept Rente, Europlan, Novarent, Profit-Plan und SpaRenta Kombi-Rente werden also nicht nur weiterhin wenig Freude bereiten, sondern es drohen zusätzliche Probleme.

 

Betroffenen der unter anderem von der Bayerischen Landesbank (Bayern LB), der Schleswig-Holsteinischen Landesbank (heute HSH Nordbank), der Baden-Württembergische Landesbank, der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) oder ihrer Tochtergesellschaft der heutigen LB (Swiss) und der Deutsche Apotheker- und Ärztebank (APO Bank) finanzierten Rentemodelle empfehlen wir daher weiterhin, sich baldmöglichst anwaltlich beraten zu lassen. Aus unserer Sicht bestehen in vielen Fällen gleich mehrere Ansatzpunkte, um den Schaden deutlich zu reduzieren. Selbstverständlich beantworten auch wir gerne Ihre Fragen. Ansprechpartner bei uns sind Rechtsanwalt Tobias Pielsticker und Rechtsanwalt Urban Schädler.

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