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Milliardengrab Rentenmodelle

Nach einem Bericht des manager magazins in der Ausgabe 12/07 gehen Branchenkenner davon aus, dass von den 2,6 Milliarden Euro Umsatz, die der britische Versicherer Clerical Medical (CMI) bisher in Deutschland mit seinen Policen gemacht hat, etwa ¾ auf Verträge mit Einmalbeiträgen entfallen. Nach unseren Schätzungen dürften von diesen Verträgen mit Einmalbeträgen wiederum rund ¾ im Rahmen eines kreditfinanzierten Rentenmodells oder eines sonstigen Zinsdifferenzgeschäfts bzw. Hebelgeschäfts abgeschlossen worden sein. Das entspräche dann immer noch einem Volumen von über 1,4 Milliarden Euro – alleine bei Clerical Medical (CMI).
Wir beschäftigen uns schon seit mehreren Jahren sowohl mit einfachen Zinsdifferenzgeschäften und Hebelgeschäften als auch mit Kapitalanlagen, die unter dem Oberbegriff Rentenmodelle zusammengefasst werden können. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf solchen Modellen, bei denen eine Einmalzahlung in eine Lebensversicherung oder eine Rentenversicherung über ein Darlehen vorgenommen werden. Unsere Tätigkeit auf diesem Gebiet hat einen entsprechenden Niederschlag in dem renommierten JUVE-Handbuch für Wirtschaftskanzleien gefunden. Dort werden wir in den Ausgaben 2006/2007 und 2007/2008 als eine von nur zwei Rechtsanwaltskanzleien aus dem Bereich des Kapitalanlegerschutzes genannt, die eine solche Spezialisierung aufweisen.
Die besagten Rentenmodelle wurden sowohl in standardisierten Formen vertrieben als auch als schlichte Kombination einer entsprechenden Versicherung mit einem Bankdarlehen. Nach unserem Überblick wurden auf der Versicherungsseite vor allem Produkte der britischen Clerical Medical (CMI) verwendet. Es fanden aber auch Policen anderer Versicherer Verwendung. Hier seien beispielsweise die Generali und die delta lloyd genannt.
Die verbreitetsten Bezeichnungen der standardisierten Angebote lauteten Sicherheits-Kompakt-Rente (SKR) oder Schnee-Rente, System-Rente, Individual-Rente, Lex-Konzept-Rente oder Lex-Rente, Europlan, Novarent, Profit-Plan und SpaRenta Kombi-Rente.
Wir vertreten seit längerer Zeit Geschädigte der meisten der genannten Rentenmodelle. Daraus und aus den Angaben anderer Betroffener müssen wir schließen, dass sich diese Rentenmodelle überwiegend negativ entwickeln. Dadurch werden sie nicht zur erfolgreichen Kapitalanlage oder der erhofften Stütze im Alter, sondern zu einer Gefahr. Gerade aufgrund der in Anspruch genommenen Darlehen kann diese Gefahr existenzbedrohende Ausmaße annehmen. Wir wollen über diese Seite daher auf die Situation der Betroffenen aufmerksam machen und mögliche Auswege aufzeigen.
Die bisherigen Berichte dazu finden Sie in dem Kasten links oben.
Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden. Ansprechpartner sind Rechtsanwalt Tobias Pielsticker und Rechtsanwalt Urban Schädler.
Sollten Sie über interessante Informationen oder Erfahrungen zu diesem Thema verfügen, sind wir natürlich für jeden Hinweis dankbar.
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